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ESCUELA INTERNACIONAL DE FILOSOFÍA INTERCULTURAL

INTERNATIONALE SCHULE FÜR INTERKULTURELLE PHILOSOPHIE

INTERNATIONAL SCHOOL FOR INTERCULTURAL PHILOSOPHY

ÉCOLE INTERNATIONALE DE PHILOSOPHIE INTERCULTURELLE

Philosophie - Spiritualität - Gesellschaft

Für ein plurales Zusammenleben in einer gemeinsamen Welt

DAS NEUESTE ZUERST

Bd. 82 Concordia. Internationale Zeitschrift für Philosophie

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Concordia. Internationale Zeitschrift für Philosophie.

Revista Internacional de Filosofía. Revue Internationale

de Philosophie. International Journal of Philosophy.

vol. 82 (2022)


mit Beiträgen von:


Franz Hinkelammert

Peter Penner

Juan José Vélez

Alfredo Gomez-Muller

Jean-François Petit

Marco Barboza

Pablo Guadarrama González


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Bd. 81 Concordia. Internationale Zeitschrift für Philosophie

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Concordia. Internationale Zeitschrift für Philosophie.

Revista Internacional de Filosofía. Revue Internationale

de Philosophie. International Journal of Philosophy.

vol. 81 (2022)


mit Beiträgen von:


Hans Jörg Sandkühler

Hans-Martin Schönherr-Mann

Fred Dallmayr

Alcira Bonilla

María Luz Mejías Herrera

Reina Saldaña Duque


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NEUE REIHE: "Global Religion - Religion global"

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Reihenherausgeber:innen: Patrick Becker und Claudia Jahnel

Editorial Board / Council Member: Afe Adogame, Sharon A. Bong,
Tomáš Halík, Carlos Mendoza-Álvarez, Markus Mühling, Myriam
Renaud, und Won-Mo Suh


Mit der Globalisierung entstehen zunehmend komplexe Abhängigkeiten auch auf der kulturellen Ebene. Identitäten und Weltanschauungen verändern sich daher mit einer zunehmenden Dynamik, die nur mit Blick sowohl auf die lokale Tradition als auch die interkulturell-globale Dimension verstanden werden kann. Dies gilt insbesondere für Religionen und religiöse Phänomene.


Die Reihe Global Religion | Religion global stellt sich dieser für die Moderne typischen reflexiven Verschränkung, indem sie durch eine kulturanalytische Perspektive geprägt ist, die Religionen, religiöse Phänomene und Weltanschauungen der heutigen Zeit in ihrer komplexen Verwobenheit reflektiert. Theologisch fundiert ist sie dadurch, dass (religiöse) Überzeugungen auch von innen heraus betrachtet und verstanden werden. Inhaltlich werden in der Reihe Studien und Sammelbände aufgenommen, die lokale Situationen in ihrer religiös-weltanschaulichen Prägung oder überregionale/globale religiöse Phänoemne in Bezug zur heutigen Situation bearbeiten. Damit soll ein Mosaik entstehen, das anhand einzelner Untersuchungen tiefgründig die heute Welt in ihrer aktuellen weltanschaulich-religiösen Dynamik erfasst.

[Quelle: Präsentation des Verlags]


>>  flyer 

NEUERSCHEINUNG: 

Band 1 der Reihe "Global Religion - Religion global

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Kenneth Centeno,


Renegotiating the Sacred.

A Search Towards a New Way of Understanding the Filippino Consciousness of God.

(Global Religion - Religion global. Band 1), Brill / Schöningh: Leiden / Paderborn 2022


This philosophical exploration navigates the slippery terrains of the Sacred between Secularism and Fundamentalism. Renegotiating the Sacred attempts to map out the landscape of religious consciousness of the Filipinos in contemporary time by critically rereading both the Western and local thinkers who grappled with this theme. By contesting the predominance of the binary ‘profane-sacred’ as lens of interpretation, especially when it comes to philosophy of religion, this multi-disciplinary research tries to unravel the knots and knurls of the sacred and its
entanglement into the dizzying web of socio-cultural structures, political tensions, economic marginalization, and philosophicaltheological questions.

[Source: presentation by the publishing house]


E-book :

ISBN: 978-3-657-79349-5


Hardback:

ISBN: 978-3-506-79349-2


>> for more information please see the flyer 

ANKÜNDIGUNGEN

Internationaler Kongress an der Universität Loyola, Sevilla:


Sorge um das gemeinsame Haus und ökosoziale Krise:

Konflikte, Widerstände, Alternativen


12. und 13. Dezember 2022

Cátedra Ellacuría_dic. 2022
Sevilla_1
Sevilla_2
Sevilla_3
Sevilla_4
Sevilla_5

SEMINARREIHE 2023:


EUROPA UND DER FRIEDE


1° Seminar:

Überlegungen zum Frieden und zum Aufbau des Friedens.

Eine Sicht aus Katalonien ausgehend von Lluis Maria Xirinacs

Núria Masmiquel Pladevall


27. und 28. Januar 2023

Veranstaltungsort: EIFI / Casa Sant Felip Neri, Barcelona


RÜCKBLICK AUF VERANSTALTUNGEN IM JAHR 2022

Bericht vom XIV. Internationalen Kongress für Interkulturelle Philosophie

Aachen, 25.- 27. Mai 2022

In einer Atmosphäre interkultureller Herzlichkeit und voll Erwartungen an das Thema Hoffnung fand zu den oben genannten Terminen in den Räumen des MWI-Missio, Aachen (Deutschland), der XIV. internationale Kongress für interkulturelle Philosophie statt, der unter dem Thema "Vernünftige Hoffnung - Hoffnungsvolle Vernunft, Quellen der Hoffnung in schwierigen Zeiten" etwa zwanzig Teilnehmer aus verschiedenen Regionen und Kulturen der Welt zusammenführte.

 

Die Veranstaltung wurde vom Isis-Institut in Eichstätt (Bayern, Deutschland), dem Missionswissenschaftlichen Institut e.V. (MWI) (Aachen, Deutschland) und der Internationalen Schule für Interkulturelle Philosophie (Barcelona, Spanien) organisiert, die sich zusammengeschlossen haben, um die Veranstaltung trotz der Einschränkungen durch die aktuelle Pandemie und das Kriegsklima, das derzeit in Europa herrscht, zu ermöglichen. Auf diese Weise und in der Hoffnung, dieses Treffen zu verwirklichen, haben Helene Büchel im Namen des Isis-Instituts /EIFI und Raúl Fornet-Betancourt für das Isis-Institut den Fortgang der globalen Ereignisse aufmerksam verfolgt, um die effektive Möglichkeit zur Durchführung der Initiative zu bestätigen. Es sei daran erinnert, dass diese Kongresse seit 1995, als sie ins Leben gerufen wurden, ohne Unterbrechung alle zwei Jahre stattgefunden haben, aber aufgrund der Pandemie-Situation wurde der für 2021 geplante Kongress verschoben.

Am Mittwochnachmittag, dem 25. Mai, fand schließlich die Eröffnung und Einführung in den Kongress statt. Harald Suermann, Direktor des MWI-Missio, hielt die Eröffnungsrede und begrüßte die gesamte Gruppe. Raúl Fornet-Betancourt führte dann in die Bedeutung der Veranstaltung ein, die thematisch in zwei Teile gegliedert war: der erste, am Donnerstag, den 26. Mai, war dem Nachdenken über die Hoffnung gewidmet und folgte unterschiedlichen theoretischen Ansätzen aus verschiedenen Traditionen und kulturellen Räumen der Welt; der zweite, am Freitag, den 27. Mai, dem Leben der Hoffnung, durch das Zeugnis verschiedener "Wege der Hoffnung", die aus der Perspektive des Kontinents und der

sozialen Bewegungen erzählt wurden. Der Tag endete mit der Eröffnungskonferenz, die von der puerto-ricanischen Wissenschaftlerin Mayra Rivera von der Harvard University gehalten wurde, die die Suche nach Hoffnung inmitten der Klimakatastrophe thematisierte.


Am zweiten Tag des Treffens wurden vormittags und nachmittags Vorträge von Vertretern verschiedener kultureller Wurzeln und Traditionen gehalten: Josef Estermann (europäische Kultur), Alexander Rybas (russisches Denken) - der nicht kommen konnte, aber seinen Beitrag schriflich übermittelte -, Jameleddine Ben Abdeljelil (arabische Kultur), Antoine M. Guy d'Oliveira (afrikanische Traditionen) und Vincent Gabriel Furtado (asiatische Traditionen). Nach jeder Präsentation gab es ausreichend Raum für Kommentare oder Fragen, was die Klärung von Konzeptionen in Bezug auf das Ziel des Denkens oder Nachdenkens über die Hoffnung aus dem Blickwinkel des jeweiligen kulturellen Hintergrunds ermöglichte.

Der dritte und letzte Tag begann mit einem Vortrag von Geoffrey Pleyers über soziale Bewegungen, der die Erfahrung der Hoffnung in den Mittelpunkt stellte. Danach folgten, wie am Vortag, im Durchgang durch regionale Kulturräume, aber nun nach kontinentalen Schwerpunkten geordnet, Beiträge von Beátrice Faye (Afrika), Helena Li (Asien), Claudia Jahnel (Europa), Emilce Cuda (Lateinamerika). Wie an den vorangegangenen Tagen war es sehr interessant, wie die Gruppe der Teilnehmer spontane Unterstützung leistete, um das Verständnis der Darstellungen, Fragen und Kommentare zu erleichtern, die in mehreren Sprachen erfolgten, ähnlich wie bei der biblischen Erfahrung von Pfingsten, wo der sprachliche Code seine Vorrangstellung verliert und es eine Kommunikation gibt, die über bloße

Worte hinausgeht; diese Art von Veranstaltung widerspiegelt wohl am besten die Tiefe der interkulturellen Erfahrung. Gleichzeitig war sie ein Zeugnis in situ von einer Hoffnung, die vom guten Willen der gegenseitigen Übersetzung her wirksam ist.


Nach den Vorträgen hatte Harald Suermann, seit 2009 Direktor des MWI-Missio, das Wort. Er freute sich, sich von der Versammlung zu verabschieden. In diesem Zusammenhang gab er uns den bedeutenden Hinweis, dass er seine Arbeit am Institut beenden und in den Ruhestand gehen wird, und gestand uns, dass die Teilnahme an diesem Kongress ein glücklicher Abschluss seiner Aktivitäten zugunsten des missionarischen Lebens in der Welt war. Raúl Fornet-Betancourt wandte sich ebenfalls an die Anwesenden und, nachdem er das Wort an Josef Estermann, der ebenfalls Direktor von MWI-Missio gewesen war, weiter gegeben hatte, sprach er Worte des allgemeinen und besonderen Dankes aus, wünschte uns eine sichere Rückreise und dass wir uns bei zukünftigen interkulturellen Kongressen wiedersehen können.

 

José Manuel Fajardo Salinas


 

Kurzbericht über das Präsenzseminar der EIFI „Die Einsamkeit in der Welt heute“, unter der Leitung von Raúl Fornet-Betancourt. Barcelona, vom 11. bis 12. März 2022

Am Freitag und Samstag, den 11. und 12. März, luden die dichten Wolken am Himmel über Barcelona, die unablässigen Regen ankündigten, zu dialogischer und freundschaftlicher Sammlung. Sie luden irgendwie dazu ein, sich freundschaftlich an die Intentionen dieses Seminars zu erinnern, nicht an egoistischen Solipsismus, aber doch zu herzlicher und dialogischer Einsamkeit. 

 

Am Beginn des Seminars gab Professor Fornet-Betancourt sehr treffend eine genaue und erhellende geschichtliche Übersicht über den Umgang mit dem Thema Einsamkeit, wie ihn einige grundlegende Namen aus der Philosophiegeschichte gepflegt hatten. Autoren und Autorinnen, deren radikal ethische und politische Sorge sie zu Formen der Beziehung des Menschen mit dem Menschsein des Menschen, und des Menschen mit den möglichen und wünschenswerten Formen gemeinschaftlichen Zusammenlebens geführt hatte, musste an einem bestimmten Moment unweigerlich diese dritte Form einer wesentlichen Verbindung mit der Seinslage des Menschen annehmen, jene Form nämlich, in der das Subjekt über die gelebte Begegnung mit sich selbst nachdenkt. Seneca, der hl. Thomas, Nietzsche, von Zimmermann, Berdiaev, oder María Zambrano und Ortega y Gasset, sowie andere mehr, beleuchten von ihren Biographien und Texten (die sich zum Teil erschütternden Erfahrungen von Isolation und Exil verdanken) her die Möglichkeit, die Einsamkeit in komplexen Interrelationen mit der Person, der Freundschaft, der Endlichkeit, der Migration oder der Politik zu denken – Themen, die im zweiten Teil dieses Seminars diskutiert wurden.


Die Einsamkeit, die sich gerade dieser grosszügigen Endlichkeit hingibt, die von der Transzendenz des Menschen (sei sie religiös oder säkular) her durchschimmert, ist, so glauben wir aus dem in Barcelona Erörterten folgern zu können, so etwas wie die Resonanzglocke eines kollektiven Gedächtnisses, die nicht akzeptiert, dass die Ungerechtigkeit das letzte Wort der Geschichte sein soll. Wenn die Einsamkeit, im Gegenteil, sich in Richtung eines unmöglichen Solipsismus des modernen hegemonialen und ökonomisierenden Individualismus verändert, mag es zu tragischen Brüchen kommen. Schon Antonio Machado lud uns in seinem Sprichwort: „Suche Deine Ergänzung, die immer mit Dir unterwegs ist, und die normalerweise Dein Gegenteil ist“ ein zur Suche, die sich in der existentiellen Auseinandersetzung eines jeden mit sich selber entfaltet; eine Suche zwischen Komplementarität und Konkurrenz, die konfliktiv und gleichzeitig voller Freude ist, und die nicht Endziel ist, sondern ein inniges miteinander Unterwegssein.


Dieses Seminar war eine Station auf diesem Weg, eine grosszügige und einladende Station, um innezuhalten und sich auszutauschen im Rahmen der unübertrefflichen Gastfreundschaft der Casa d’Espiritualidad Sant Felip Neri und ihrer herzlichen Hüterinnen. Hier begegneten wir uns als Teilnehmer verschiedenen Alters, unterschiedlicher Herkunft und Interessen, um den Gedanken zu bewahrheiten, dass das Sprechen über Einsamkeit nicht heisst, sie auf dem Weg der Zerstreuung, des Lärms und der reinen Plauderei zu verlassen, sondern sie zu nähren und in Gemeinschaft aufzubauen.


Vicente de Jesús Fernández Mora